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KI & Zukunft

CO2-neutrale Website: Ist das möglich und lohnt es sich?

Mal kurz innehalten. Das Internet verbraucht mehr Strom als viele Länder dieser Welt. Nicht als einzelne Stadt. Als ganze Länder. Und jedes Mal wenn jemand deine Website lädt, trägt das dazu bei. Klein, ja. Aber es trägt bei. Jetzt die Frage die mich ehrlich interessiert: Was kann man als kleines Schweizer KMU dagegen tun? Und ist eine CO2-neutrale Website überhaupt realistisch oder einfach ein schönes Marketingversprechen?

Lukas Früh, Inhaber Web Artistik

Inhaber Web Artistik

CO2-neutrale Website Ist das möglich und lohnt es sich

Zuerst die unbequeme Wahrheit

Eine durchschnittliche Website verursacht pro Seitenaufruf etwa 0.5 Gramm CO2. Klingt lächerlich wenig. Aber bei 10'000 Aufrufen pro Monat sind das 60 Kilogramm im Jahr. Für gut besuchte Seiten summiert sich das schnell auf mehrere hundert Kilogramm.

Wer steckt dahinter? Der Server der die Seite hostet. Das Netzwerk das die Daten transportiert. Und das Gerät auf dem du das hier gerade liest. Als Website-Betreiber hast du vor allem beim ersten Punkt Einfluss.

Was CO2-neutral wirklich bedeutet

Hier muss ich kurz die Erwartungen dämpfen. Absolut CO2-neutral ist kaum eine Website. Was meistens gemeint ist, sind zwei verschiedene Ansätze.

Grünes Hosting: Der Anbieter betreibt seine Server mit erneuerbaren Energien. Wind, Solar, Wasser. Kein Kohlestrom. Das reduziert den Ausstoss wirklich.

CO2-Kompensation: Der Anbieter kauft Zertifikate, pflanzt Bäume, finanziert Projekte anderswo. Der Verbrauch bleibt, wird aber "ausgeglichen". Ich finde das ehrlich gesagt etwas faulig. Besser als nichts, aber kein echter Ersatz.

Wenn du wirklich etwas tun willst, ist grünes Hosting der einzig sinnvolle Weg.

Was du konkret tun kannst

Grünen Hosting-Anbieter wählen

In der Schweiz ist Infomaniak ein gutes Beispiel, CO2-neutral, lokal, faire Preise. Ob dein aktueller Anbieter grün ist, kannst du auf The Green Web Foundation prüfen. Kostenlos, ein paar Sekunden.

Welche Schweizer Anbieter auf Nachhaltigkeit setzen, zeige ich auch in meinem E-Mail-Anbieter-Vergleich.

Deine Website schlanker machen

Weniger Daten bedeutet weniger Energie, auf dem Server und beim Nutzer. Bilder komprimieren, unnötige Skripte raus, Plugins auf ein Minimum reduzieren. Das ist sowieso gut für die Ladezeit und damit für SEO. Nachhaltigkeit und Performance gehen hier Hand in Hand.

Dark Mode anbieten

Auf OLED-Displays verbraucht ein dunkler Hintergrund spürbar weniger Strom. Kleiner Effekt, aber einer der sich summiert. Und viele Nutzer bevorzugen Dark Mode sowieso.

CDN nutzen

CDN steht für Content Delivery Network. Statt dass deine Website von einem einzigen Server irgendwo in Europa ausgeliefert wird, verteilt ein CDN die Inhalte auf viele Server weltweit. Wenn jemand in Zürich deine Website aufruft, bekommt er die Daten vom nächsten Server in der Nähe, nicht vom Ursprungsserver in Frankfurt oder Amsterdam.

Das Ergebnis: Kürzere Übertragungswege, weniger Energieverbrauch im Netzwerk und gleichzeitig schnellere Ladezeiten für den Nutzer. Framer nutzt das von Haus aus, was einer der Gründe ist warum Framer-Websites so schnell laden.

Und jetzt ehrlich: Muss ein KMU das wirklich?

Nein. Niemand muss. Aber ich finde es trotzdem sinnvoll, und zwar nicht aus schlechtem Gewissen heraus.

Grünes Hosting kostet nicht mehr als konventionelles. Eine schlanke Website ist sowieso besser. Dark Mode ist eine nette Funktion. Es ist also kein Opfer, sondern einfach eine bessere Entscheidung an einem Punkt wo man ohnehin eine Entscheidung treffen muss.

Was ich nicht mag: Websites die gross "wir sind CO2-neutral" schreiben und dann auf einem Server in Deutschland mit Kohlestrom laufen. Das ist Greenwashing. Und Leute merken das inzwischen.

Deine Website testen

Der Website Carbon Calculator auf websitecarbon.com analysiert kostenlos wie viel CO2 eine Seite pro Aufruf verursacht und ob dein Anbieter grüne Energie nutzt.

Hast du Fragen zur Performance oder Nachhaltigkeit deiner Website?

Schreib mir einfach über das Kontaktformular, ich schaue mir deine Situation gerne an.

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Zusammenfassung

Absolut CO2-neutral wird deine Website wahrscheinlich nie sein. Aber deutlich besser geht fast immer. Grünes Hosting ist der einfachste Schritt. Eine schlanke, schnelle Website der nächste. Und wer das umsetzt, hat nebenbei auch bessere SEO-Werte und zufriedenere Nutzer. Das ist selten so ein klarer Win-win.

Zuerst die unbequeme Wahrheit

Eine durchschnittliche Website verursacht pro Seitenaufruf etwa 0.5 Gramm CO2. Klingt lächerlich wenig. Aber bei 10'000 Aufrufen pro Monat sind das 60 Kilogramm im Jahr. Für gut besuchte Seiten summiert sich das schnell auf mehrere hundert Kilogramm.

Wer steckt dahinter? Der Server der die Seite hostet. Das Netzwerk das die Daten transportiert. Und das Gerät auf dem du das hier gerade liest. Als Website-Betreiber hast du vor allem beim ersten Punkt Einfluss.

Was CO2-neutral wirklich bedeutet

Hier muss ich kurz die Erwartungen dämpfen. Absolut CO2-neutral ist kaum eine Website. Was meistens gemeint ist, sind zwei verschiedene Ansätze.

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Weniger Daten bedeutet weniger Energie, auf dem Server und beim Nutzer. Bilder komprimieren, unnötige Skripte raus, Plugins auf ein Minimum reduzieren. Das ist sowieso gut für die Ladezeit und damit für SEO. Nachhaltigkeit und Performance gehen hier Hand in Hand.

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Auf OLED-Displays verbraucht ein dunkler Hintergrund spürbar weniger Strom. Kleiner Effekt, aber einer der sich summiert. Und viele Nutzer bevorzugen Dark Mode sowieso.

CDN nutzen

CDN steht für Content Delivery Network. Statt dass deine Website von einem einzigen Server irgendwo in Europa ausgeliefert wird, verteilt ein CDN die Inhalte auf viele Server weltweit. Wenn jemand in Zürich deine Website aufruft, bekommt er die Daten vom nächsten Server in der Nähe, nicht vom Ursprungsserver in Frankfurt oder Amsterdam.

Das Ergebnis: Kürzere Übertragungswege, weniger Energieverbrauch im Netzwerk und gleichzeitig schnellere Ladezeiten für den Nutzer. Framer nutzt das von Haus aus, was einer der Gründe ist warum Framer-Websites so schnell laden.

Und jetzt ehrlich: Muss ein KMU das wirklich?

Nein. Niemand muss. Aber ich finde es trotzdem sinnvoll, und zwar nicht aus schlechtem Gewissen heraus.

Grünes Hosting kostet nicht mehr als konventionelles. Eine schlanke Website ist sowieso besser. Dark Mode ist eine nette Funktion. Es ist also kein Opfer, sondern einfach eine bessere Entscheidung an einem Punkt wo man ohnehin eine Entscheidung treffen muss.

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Absolut CO2-neutral wird deine Website wahrscheinlich nie sein. Aber deutlich besser geht fast immer. Grünes Hosting ist der einfachste Schritt. Eine schlanke, schnelle Website der nächste. Und wer das umsetzt, hat nebenbei auch bessere SEO-Werte und zufriedenere Nutzer. Das ist selten so ein klarer Win-win.

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