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Webdesign
Vibe Coding: Was steckt dahinter und was bedeutet es für KMU?
Vibe Coding ist eines der heissesten Themen in der Tech-Welt 2026. Plötzlich kann jeder eine Website bauen, ohne eine einzige Zeile Code zu schreiben. Klingt verlockend. Aber was steckt wirklich dahinter, und was bedeutet das für KMU, die eine professionelle Online-Präsenz aufbauen wollen?


Was ist Vibe Coding überhaupt?
Der Begriff wurde Anfang 2025 vom KI-Forscher Andrej Karpathy geprägt. Die Idee dahinter ist simpel: Statt selbst zu programmieren, beschreibst du einer KI in normaler Sprache, was du haben möchtest, und sie schreibt den Code für dich. Du gibst die Richtung vor, die KI liefert das Ergebnis. Tools wie Cursor, Bolt, Lovable oder Claude ermöglichen genau das.
Das Resultat: Websites, Apps und digitale Produkte entstehen in Stunden statt Wochen. Ohne Entwickler, ohne Agentur, ohne technisches Vorwissen. Klingt nach einer Revolution, und in gewisser Weise ist es das auch.
Auch SRF hat das Thema aufgegriffen
Dass Vibe Coding kein reines Tech-Insider-Thema mehr ist, zeigt auch der Schweizer Rundfunk. Die SRF Sendung Einstein hat in einem Beitrag genau diese Entwicklung beleuchtet und gezeigt, wie KI das Programmieren grundlegend verändert. Wer tiefer ins Thema eintauchen möchte, findet dort einen guten Einstieg. Hier geht es zum Beitrag.
Die Vorteile von Vibe Coding
Geschwindigkeit: Websites und Prototypen entstehen in einem Bruchteil der Zeit. Was früher Wochen dauerte, geht heute in Stunden.
Niedrige Kosten: Wer selbst eine einfache Website braucht, kann das ohne grosse Investitionen umsetzen.
Zugänglichkeit: Auch Menschen ohne technisches Hintergrundwissen können digitale Produkte erstellen.
Schnelles Prototyping: Für erste Ideen, Landingpages oder interne Tools ist Vibe Coding sehr praktisch.
Innovation: Startups und Einzelpersonen können Ideen schnell testen, ohne ein Entwicklungsteam zu brauchen.
Die Nachteile von Vibe Coding
Und hier wird es interessant. Denn so verlockend Vibe Coding klingt, so real sind auch die Probleme.
Schlechte Auffindbarkeit bei Google: Das ist für mich der grösste Kritikpunkt. KI-generierter Code ist oft technisch unsauber, schwer zu indexieren und kaum SEO-optimiert. Fehlende Meta-Tags, schlechte Seitenstruktur, langsame Ladezeiten, all das sind typische Probleme von Vibe Coding Websites. Wer online gefunden werden will, hat damit ein ernstes Problem.
Schlechte Anpassbarkeit: Sobald du etwas ändern oder erweitern willst, wird es kompliziert. Der generierte Code ist oft unstrukturiert und schwer wartbar. Was anfangs einfach wirkt, wird schnell zur Blackbox. Falls ein Kunde seine Website selbst pflegen möchte, ist Vibe Coding fast immer die falsche Wahl. Ohne den gleichen KI-Kontext ist es kaum möglich, nachträglich sinnvoll Anpassungen vorzunehmen.
Kostenintensiver als gedacht: Vibe Coding wirkt auf den ersten Blick kostenlos oder günstig, aber die KI-Tools, die dahinter stecken, kosten in der Regel ein monatliches Abo. Dazu kommt, dass diese Systeme enorm viel Rechenleistung benötigen. Wer intensiv damit arbeitet, merkt schnell, dass die Kosten steigen, besonders bei komplexeren Projekten oder häufigen Anpassungen. Unterm Strich ist der vermeintliche Kostenvorteil oft kleiner als erwartet.
Man sieht es: Viele dieser Websites sieht man es auf den ersten Blick an, dass sie gevibecoded wurden. Generische Layouts, ähnliche Strukturen, fehlende Individualität. Für eine Marke, die sich abheben will, ist das problematisch.
Sicherheitslücken: KI schreibt nicht immer sicheren Code. Ohne Entwickler, der den Output prüft, können Sicherheitsprobleme unbemerkt bleiben.
Keine Strategie dahinter: Eine Website ist mehr als Design und Code. Zielgruppe, Nutzerführung, Conversion, SEO, das alles erfordert Erfahrung und Strategie, die kein KI-Tool einfach übernehmen kann.
Meine Meinung als Webdesigner
Ich finde Vibe Coding grundsätzlich faszinierend und es wäre naiv zu sagen, dass es keinen Einfluss auf unsere Branche hat. Die Technologie entwickelt sich rasend schnell und ich nutze KI-Tools selbst täglich in meiner Arbeit.
Aber ich bin ehrlich: Was mich als Webdesigner am meisten beschäftigt, ist nicht die Frage ob KI uns ersetzt, sondern ob KMU verstehen, was sie wirklich bekommen, wenn sie auf Vibe Coding setzen. Viele sehen eine fertige Website und denken, die Arbeit sei getan. Dabei fängt die eigentliche Arbeit, nämlich gefunden werden, Vertrauen aufbauen, Kunden gewinnen, erst danach an.
Was ich in der Praxis beobachte: Man sieht es vielen dieser Websites sofort an. Nicht weil sie hässlich sind, sondern weil sie austauschbar wirken. Keine klare Positionierung, keine durchdachte Nutzerführung, kein roter Faden. Eine Website ist eben mehr als ein schönes Interface.
Zusammenfassung
Vibe Coding wird die Branche verändern, und das ist gut so. Aber es wird professionelles Webdesign nicht ersetzen, sondern den Unterschied zwischen einer durchschnittlichen und einer wirklich wirksamen Website noch deutlicher machen.
Hast du Fragen, wie eine professionell umgesetzte Website für dein KMU aussehen könnte? Meld dich gerne bei mir für eine unverbindliche Beratung.
Was ist Vibe Coding überhaupt?
Der Begriff wurde Anfang 2025 vom KI-Forscher Andrej Karpathy geprägt. Die Idee dahinter ist simpel: Statt selbst zu programmieren, beschreibst du einer KI in normaler Sprache, was du haben möchtest, und sie schreibt den Code für dich. Du gibst die Richtung vor, die KI liefert das Ergebnis. Tools wie Cursor, Bolt, Lovable oder Claude ermöglichen genau das.
Das Resultat: Websites, Apps und digitale Produkte entstehen in Stunden statt Wochen. Ohne Entwickler, ohne Agentur, ohne technisches Vorwissen. Klingt nach einer Revolution, und in gewisser Weise ist es das auch.
Auch SRF hat das Thema aufgegriffen
Dass Vibe Coding kein reines Tech-Insider-Thema mehr ist, zeigt auch der Schweizer Rundfunk. Die SRF Sendung Einstein hat in einem Beitrag genau diese Entwicklung beleuchtet und gezeigt, wie KI das Programmieren grundlegend verändert. Wer tiefer ins Thema eintauchen möchte, findet dort einen guten Einstieg. Hier geht es zum Beitrag.
Die Vorteile von Vibe Coding
Geschwindigkeit: Websites und Prototypen entstehen in einem Bruchteil der Zeit. Was früher Wochen dauerte, geht heute in Stunden.
Niedrige Kosten: Wer selbst eine einfache Website braucht, kann das ohne grosse Investitionen umsetzen.
Zugänglichkeit: Auch Menschen ohne technisches Hintergrundwissen können digitale Produkte erstellen.
Schnelles Prototyping: Für erste Ideen, Landingpages oder interne Tools ist Vibe Coding sehr praktisch.
Innovation: Startups und Einzelpersonen können Ideen schnell testen, ohne ein Entwicklungsteam zu brauchen.
Die Nachteile von Vibe Coding
Und hier wird es interessant. Denn so verlockend Vibe Coding klingt, so real sind auch die Probleme.
Schlechte Auffindbarkeit bei Google: Das ist für mich der grösste Kritikpunkt. KI-generierter Code ist oft technisch unsauber, schwer zu indexieren und kaum SEO-optimiert. Fehlende Meta-Tags, schlechte Seitenstruktur, langsame Ladezeiten, all das sind typische Probleme von Vibe Coding Websites. Wer online gefunden werden will, hat damit ein ernstes Problem.
Schlechte Anpassbarkeit: Sobald du etwas ändern oder erweitern willst, wird es kompliziert. Der generierte Code ist oft unstrukturiert und schwer wartbar. Was anfangs einfach wirkt, wird schnell zur Blackbox. Falls ein Kunde seine Website selbst pflegen möchte, ist Vibe Coding fast immer die falsche Wahl. Ohne den gleichen KI-Kontext ist es kaum möglich, nachträglich sinnvoll Anpassungen vorzunehmen.
Kostenintensiver als gedacht: Vibe Coding wirkt auf den ersten Blick kostenlos oder günstig, aber die KI-Tools, die dahinter stecken, kosten in der Regel ein monatliches Abo. Dazu kommt, dass diese Systeme enorm viel Rechenleistung benötigen. Wer intensiv damit arbeitet, merkt schnell, dass die Kosten steigen, besonders bei komplexeren Projekten oder häufigen Anpassungen. Unterm Strich ist der vermeintliche Kostenvorteil oft kleiner als erwartet.
Man sieht es: Viele dieser Websites sieht man es auf den ersten Blick an, dass sie gevibecoded wurden. Generische Layouts, ähnliche Strukturen, fehlende Individualität. Für eine Marke, die sich abheben will, ist das problematisch.
Sicherheitslücken: KI schreibt nicht immer sicheren Code. Ohne Entwickler, der den Output prüft, können Sicherheitsprobleme unbemerkt bleiben.
Keine Strategie dahinter: Eine Website ist mehr als Design und Code. Zielgruppe, Nutzerführung, Conversion, SEO, das alles erfordert Erfahrung und Strategie, die kein KI-Tool einfach übernehmen kann.
Meine Meinung als Webdesigner
Ich finde Vibe Coding grundsätzlich faszinierend und es wäre naiv zu sagen, dass es keinen Einfluss auf unsere Branche hat. Die Technologie entwickelt sich rasend schnell und ich nutze KI-Tools selbst täglich in meiner Arbeit.
Aber ich bin ehrlich: Was mich als Webdesigner am meisten beschäftigt, ist nicht die Frage ob KI uns ersetzt, sondern ob KMU verstehen, was sie wirklich bekommen, wenn sie auf Vibe Coding setzen. Viele sehen eine fertige Website und denken, die Arbeit sei getan. Dabei fängt die eigentliche Arbeit, nämlich gefunden werden, Vertrauen aufbauen, Kunden gewinnen, erst danach an.
Was ich in der Praxis beobachte: Man sieht es vielen dieser Websites sofort an. Nicht weil sie hässlich sind, sondern weil sie austauschbar wirken. Keine klare Positionierung, keine durchdachte Nutzerführung, kein roter Faden. Eine Website ist eben mehr als ein schönes Interface.
Zusammenfassung
Vibe Coding wird die Branche verändern, und das ist gut so. Aber es wird professionelles Webdesign nicht ersetzen, sondern den Unterschied zwischen einer durchschnittlichen und einer wirklich wirksamen Website noch deutlicher machen.
Hast du Fragen, wie eine professionell umgesetzte Website für dein KMU aussehen könnte? Meld dich gerne bei mir für eine unverbindliche Beratung.


