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Persönlich
Wie ich als 18-Jähriger ein Business aufgebaut habe: Ehrlich erzählt
Im September 2024 habe ich entschieden, neben der Kantonsschule ein eigenes Business aufzubauen. Kein Praktikum, kein Nebenjob. Ein eigenes Unternehmen. Ich war 18, hatte keine Ausbildung in Webdesign, keine Kunden, kein Portfolio. Nur die Überzeugung, dass ich es lernen kann und den Willen, es auszuprobieren. Was seitdem passiert ist, erzähle ich hier. Nicht als Erfolgsstory, sondern so wie es wirklich war.


Wie es angefangen hat
Den ersten Schritt haben mein damaliger Mitgründer und ich zusammen gemacht. Wir haben uns vieles selbst beigebracht, hauptsächlich über YouTube. Framer, SEO, Copywriting, Kundenakquise. Alles auf einmal, alles parallel zur Schule.
Wir haben uns früh auf Framer spezialisiert. Nicht weil wir eine grosse Strategie hatten, sondern weil es uns einfach am meisten überzeugt hat. Schnell, modern, flexibel. Und in der Schweiz kaum jemand, der es wirklich konnte. Was Framer wirklich kann und warum ich mich dafür entschieden habe, erkläre ich in meinem Framer-Testbericht.
Die ersten Monate waren ehrlich gesagt chaotisch. Wir hatten keine Prozesse, keine klaren Preise, keine Ahnung wie man ein Kundengespräch führt. Wir haben gemacht, gelernt, angepasst. Und nochmals von vorne.
Was mich überrascht hat
Ich hatte erwartet, dass das Schwierigste die technische Umsetzung sein würde. Framer lernen, Websites bauen, SEO verstehen.
Aber das war nicht das Schwierigste.
Das Schwierigste war, Vertrauen aufzubauen. Als 18-Jähriger, der KMU-Inhaber davon überzeugen will, ihre Website und damit oft das digitale Gesicht ihres Unternehmens in seine Hände zu legen.
Niemand fragt direkt nach dem Alter. Aber man merkt es. In den Gesprächen, in den Fragen, in den Zögermomenten. Ich habe gelernt, dass Vertrauen nicht durch Reden entsteht, sondern durch Resultate. Durch Referenzen. Durch die Art, wie man kommuniziert.
Ich habe mehr Zeit in die Kommunikation investiert als in die Technik. Und ich würde das jederzeit wieder so machen. Was gute Kommunikation mit einer Webagentur ausmacht, habe ich in diesem Artikel beschrieben.
Was nicht funktioniert hat
Telefonakquise. Ich habe Dutzende von Anrufen gemacht, mich vorbereitet, Gesprächsleitfäden geschrieben, Einwände geübt. Die meisten Gespräche endeten nach dreissig Sekunden.
Nicht weil ich schlecht telefoniert habe. Sondern weil niemand eine Webagentur sucht, bis er eine braucht. Und wenn er eine braucht, sucht er bei Google, nicht weil ihn jemand angerufen hat.
Das hat mich dazu gebracht, früh in SEO zu investieren. In Blogartikel, in Stadtseiten, in lokale Sichtbarkeit. Das dauert länger, bringt aber nachhaltigere Resultate als jede Akquise-Kampagne am Telefon. Wie lange SEO wirklich braucht und was du realistisch erwarten kannst, habe ich in einem separaten Artikel beschrieben.
Heute kommen die meisten Anfragen über Google. Nicht über Anrufe, die ich gemacht habe.
Der Moment, an dem es gekippt hat
Es gibt keinen einzelnen Moment, an dem plötzlich alles besser wurde. Es war ein langsames Aufbauen. Projekt für Projekt, Referenz für Referenz.
Aber es gibt einen Punkt, den ich klar benennen kann: Als ich aufgehört habe, jeden Auftrag anzunehmen.
Anfangs habe ich alles gemacht. Zu tiefen Preisen, für Kunden die nicht wirklich wussten was sie wollten, für Projekte die mich Zeit gekostet haben aber kaum Mehrwert gebracht haben.
Irgendwann habe ich begonnen, Nein zu sagen. Zu Kunden, die nicht passen. Zu Preisen, die nicht fair sind. Zu Projekten, bei denen ich von Anfang an gespürt habe, dass sie schwierig werden.
Das war der Moment, an dem Web Artistik aufgehört hat, ein Nebenprojekt zu sein und angefangen hat, ein echtes Business zu werden.
Was ich heute weiss, was ich damals nicht wusste
Preise müssen nicht günstig sein, um Kunden zu gewinnen. Sie müssen fair und transparent sein. Kunden die ausschliesslich auf den günstigsten Preis schauen, sind selten die Kunden, mit denen die Zusammenarbeit am besten funktioniert.
SEO braucht Zeit. Viel mehr Zeit als man denkt. Ich habe Monate investiert, bevor die ersten organischen Anfragen kamen. Wer nach drei Wochen aufgibt, wird nie sehen was nach drei Monaten passiert wäre. Alles zu meinen SEO-Leistungen findest du hier.
Persönliche Kommunikation schlägt alles. Kein Funnel, kein automatisiertes System, kein Template ersetzt ein gutes Erstgespräch. Die Kunden, die am längsten geblieben sind, sind die, mit denen ich von Anfang an offen und direkt kommuniziert habe.
Ein Business neben der Schule führen ist möglich, aber es kostet. Abende, Wochenenden, manchmal auch Energie, die man eigentlich nicht mehr hat. Ich bereue es nicht. Aber ich würde niemandem empfehlen, die Kosten kleinzureden.
Wo ich heute stehe
Ich habe die Kantonsschule im Frühling 2026 abgeschlossen. Web Artistik läuft, hat echte Kunden, echte Referenzen und einen Umsatz, auf den ich stolz bin.
Seit Ende Juni leiste ich meinen Militärdienst. Vier Monate, in denen ich das Business nicht aktiv ausbauen kann. Ich betreue meine bestehenden Kunden weiterhin, nehme aber keine neuen Projekte an.
Ende Oktober starte ich wieder voll durch. Mit mehr Erfahrung, mehr Klarheit und dem Wissen, was funktioniert und was nicht.
Warum ich das hier schreibe
Nicht um zu sagen: "Schau wie toll, mit 18 schon selbstständig."
Sondern weil ich damals gerne jemanden gehabt hätte, der ehrlich erzählt wie es wirklich ist. Nicht die hochglanzpolierte LinkedIn-Version. Sondern die echte.
Es ist machbar. Es ist schwieriger als man denkt. Und es lohnt sich trotzdem.
Wenn du Fragen hast, ob zum Thema Webdesign, Selbstständigkeit oder irgendetwas dazwischen, schreib mir gerne über das Kontaktformular. Ich antworte, sobald ich kann.
Wie es angefangen hat
Den ersten Schritt haben mein damaliger Mitgründer und ich zusammen gemacht. Wir haben uns vieles selbst beigebracht, hauptsächlich über YouTube. Framer, SEO, Copywriting, Kundenakquise. Alles auf einmal, alles parallel zur Schule.
Wir haben uns früh auf Framer spezialisiert. Nicht weil wir eine grosse Strategie hatten, sondern weil es uns einfach am meisten überzeugt hat. Schnell, modern, flexibel. Und in der Schweiz kaum jemand, der es wirklich konnte. Was Framer wirklich kann und warum ich mich dafür entschieden habe, erkläre ich in meinem Framer-Testbericht.
Die ersten Monate waren ehrlich gesagt chaotisch. Wir hatten keine Prozesse, keine klaren Preise, keine Ahnung wie man ein Kundengespräch führt. Wir haben gemacht, gelernt, angepasst. Und nochmals von vorne.
Was mich überrascht hat
Ich hatte erwartet, dass das Schwierigste die technische Umsetzung sein würde. Framer lernen, Websites bauen, SEO verstehen.
Aber das war nicht das Schwierigste.
Das Schwierigste war, Vertrauen aufzubauen. Als 18-Jähriger, der KMU-Inhaber davon überzeugen will, ihre Website und damit oft das digitale Gesicht ihres Unternehmens in seine Hände zu legen.
Niemand fragt direkt nach dem Alter. Aber man merkt es. In den Gesprächen, in den Fragen, in den Zögermomenten. Ich habe gelernt, dass Vertrauen nicht durch Reden entsteht, sondern durch Resultate. Durch Referenzen. Durch die Art, wie man kommuniziert.
Ich habe mehr Zeit in die Kommunikation investiert als in die Technik. Und ich würde das jederzeit wieder so machen. Was gute Kommunikation mit einer Webagentur ausmacht, habe ich in diesem Artikel beschrieben.
Was nicht funktioniert hat
Telefonakquise. Ich habe Dutzende von Anrufen gemacht, mich vorbereitet, Gesprächsleitfäden geschrieben, Einwände geübt. Die meisten Gespräche endeten nach dreissig Sekunden.
Nicht weil ich schlecht telefoniert habe. Sondern weil niemand eine Webagentur sucht, bis er eine braucht. Und wenn er eine braucht, sucht er bei Google, nicht weil ihn jemand angerufen hat.
Das hat mich dazu gebracht, früh in SEO zu investieren. In Blogartikel, in Stadtseiten, in lokale Sichtbarkeit. Das dauert länger, bringt aber nachhaltigere Resultate als jede Akquise-Kampagne am Telefon. Wie lange SEO wirklich braucht und was du realistisch erwarten kannst, habe ich in einem separaten Artikel beschrieben.
Heute kommen die meisten Anfragen über Google. Nicht über Anrufe, die ich gemacht habe.
Der Moment, an dem es gekippt hat
Es gibt keinen einzelnen Moment, an dem plötzlich alles besser wurde. Es war ein langsames Aufbauen. Projekt für Projekt, Referenz für Referenz.
Aber es gibt einen Punkt, den ich klar benennen kann: Als ich aufgehört habe, jeden Auftrag anzunehmen.
Anfangs habe ich alles gemacht. Zu tiefen Preisen, für Kunden die nicht wirklich wussten was sie wollten, für Projekte die mich Zeit gekostet haben aber kaum Mehrwert gebracht haben.
Irgendwann habe ich begonnen, Nein zu sagen. Zu Kunden, die nicht passen. Zu Preisen, die nicht fair sind. Zu Projekten, bei denen ich von Anfang an gespürt habe, dass sie schwierig werden.
Das war der Moment, an dem Web Artistik aufgehört hat, ein Nebenprojekt zu sein und angefangen hat, ein echtes Business zu werden.
Was ich heute weiss, was ich damals nicht wusste
Preise müssen nicht günstig sein, um Kunden zu gewinnen. Sie müssen fair und transparent sein. Kunden die ausschliesslich auf den günstigsten Preis schauen, sind selten die Kunden, mit denen die Zusammenarbeit am besten funktioniert.
SEO braucht Zeit. Viel mehr Zeit als man denkt. Ich habe Monate investiert, bevor die ersten organischen Anfragen kamen. Wer nach drei Wochen aufgibt, wird nie sehen was nach drei Monaten passiert wäre. Alles zu meinen SEO-Leistungen findest du hier.
Persönliche Kommunikation schlägt alles. Kein Funnel, kein automatisiertes System, kein Template ersetzt ein gutes Erstgespräch. Die Kunden, die am längsten geblieben sind, sind die, mit denen ich von Anfang an offen und direkt kommuniziert habe.
Ein Business neben der Schule führen ist möglich, aber es kostet. Abende, Wochenenden, manchmal auch Energie, die man eigentlich nicht mehr hat. Ich bereue es nicht. Aber ich würde niemandem empfehlen, die Kosten kleinzureden.
Wo ich heute stehe
Ich habe die Kantonsschule im Frühling 2026 abgeschlossen. Web Artistik läuft, hat echte Kunden, echte Referenzen und einen Umsatz, auf den ich stolz bin.
Seit Ende Juni leiste ich meinen Militärdienst. Vier Monate, in denen ich das Business nicht aktiv ausbauen kann. Ich betreue meine bestehenden Kunden weiterhin, nehme aber keine neuen Projekte an.
Ende Oktober starte ich wieder voll durch. Mit mehr Erfahrung, mehr Klarheit und dem Wissen, was funktioniert und was nicht.
Warum ich das hier schreibe
Nicht um zu sagen: "Schau wie toll, mit 18 schon selbstständig."
Sondern weil ich damals gerne jemanden gehabt hätte, der ehrlich erzählt wie es wirklich ist. Nicht die hochglanzpolierte LinkedIn-Version. Sondern die echte.
Es ist machbar. Es ist schwieriger als man denkt. Und es lohnt sich trotzdem.
Wenn du Fragen hast, ob zum Thema Webdesign, Selbstständigkeit oder irgendetwas dazwischen, schreib mir gerne über das Kontaktformular. Ich antworte, sobald ich kann.


