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Webdesign
Mehrsprachige Website in der Schweiz: Wann lohnt es sich?
Die Schweiz hat vier Landessprachen, aber braucht dein Unternehmen wirklich eine Website in jeder davon? Viele KMU stellen sich diese Frage, wenn sie ihre Online-Präsenz aufbauen oder erneuern. Die ehrliche Antwort ist: Es kommt drauf an. In diesem Artikel erkläre ich, wann eine mehrsprachige Website wirklich Sinn macht, wann sie unnötiger Aufwand ist, und was du beachten musst, wenn du dich dafür entscheidest.


Die Schweiz und ihre Sprachregionen
Die Schweiz ist sprachlich in vier Regionen aufgeteilt: Die Deutschschweiz macht mit rund 63 Prozent den grössten Anteil aus, gefolgt von der Romandie mit etwa 23 Prozent Französischsprachigen, dem Tessin mit rund 8 Prozent Italienischsprachigen und dem Rätoromanischen mit knapp 1 Prozent.
Das klingt nach einer klaren Begründung für eine mehrsprachige Website. Aber ob das für dein spezifisches Unternehmen sinnvoll ist, hängt von mehreren Faktoren ab. Vor allem davon, wen du mit deiner Website überhaupt erreichen willst.
Wann eine mehrsprachige Website Sinn macht
Eine mehrsprachige Website lohnt sich dann, wenn deine Zielgruppe tatsächlich in mehreren Sprachregionen liegt. Hier sind die konkreten Situationen, in denen ich eine Mehrsprachigkeit klar empfehlen würde:
Du bist national tätig: Wenn du Kunden in der ganzen Schweiz bedienst, also sowohl in der Deutschschweiz als auch in der Romandie oder im Tessin, dann ist eine mehrsprachige Website fast unumgänglich. Viele Westschweizer bevorzugen es, auf Französisch angesprochen zu werden, auch wenn sie Deutsch verstehen.
Du bist in einer Grenzregion aktiv: Unternehmen in der Nähe von Genf, Basel, Lugano oder anderen Grenzstädten haben oft Kunden aus dem benachbarten Ausland. Wer in Genf tätig ist, sollte seine Website mindestens auf Französisch haben, wer im Tessin aktiv ist, auf Italienisch.
Deine Produkte oder Dienstleistungen richten sich an internationale Kunden: Tourismus, Exporthandel, internationale Beratung. Wer über die Schweizer Grenzen hinaus tätig ist, sollte zumindest eine englische Version seiner Website anbieten.
Du willst aktiv in mehrere Sprachregionen expandieren: Wenn du heute hauptsächlich in der Deutschschweiz tätig bist, aber planst, in die Romandie zu expandieren, ist eine französische Website ein sinnvoller erster Schritt.
Wenn du eine neue Website planst, zeige ich dir hier, wie ich mehrsprachige Websites aufbaue.
Wann eine mehrsprachige Website unnötiger Aufwand ist
Genauso wichtig wie das Wann ist das Wann nicht. Viele KMU investieren Zeit und Geld in eine Übersetzung, die am Ende kaum jemand nutzt.
Du bist rein lokal tätig: Ein Coiffeur in Wohlen, eine Arztpraxis in Schaffhausen oder ein Handwerksbetrieb in Frauenfeld hat fast ausschliesslich lokale Kunden. Eine Übersetzung auf Französisch oder Englisch bringt hier kaum Mehrwert und kostet unnötig Ressourcen.
Deine Zielgruppe ist deutschsprachig: Wenn du B2B-Dienstleistungen für Unternehmen in der Deutschschweiz anbietest, ist eine zweisprachige Website meistens nicht nötig.
Du kannst die Übersetzungen nicht pflegen: Eine schlecht gepflegte, veraltete Übersetzung ist schlimmer als keine. Wenn du nicht sicherstellen kannst, dass Änderungen auf der deutschen Website auch auf der französischen oder englischen Version nachgeführt werden, ist eine Mehrsprachigkeit kontraproduktiv.
Du willst einfach "professionell wirken": Eine mehrsprachige Website macht nur dann einen professionellen Eindruck, wenn die Übersetzungen wirklich hochwertig sind. Maschinelle Übersetzungen oder schlechte Texte hinterlassen schnell einen negativen Eindruck.
Nicht sicher ob eine mehrsprachige Website für dich sinnvoll ist?
Schreib mir einfach über das Kontaktformular. Ich schaue mir deine Situation gerne an und gebe dir eine ehrliche Einschätzung.
Nicht sicher ob eine mehrsprachige Website für dich sinnvoll ist?
Schreib mir einfach über das Kontaktformular. Ich schaue mir deine Situation gerne an und gebe dir eine ehrliche Einschätzung.
Was du technisch beachten musst
Wenn du dich für eine mehrsprachige Website entscheidest, gibt es einige technische Punkte, die du von Anfang an richtig machen solltest:
Separate URLs pro Sprache: Google empfiehlt, für jede Sprachversion eine eigene URL zu verwenden. Das kann entweder über Subdomains funktionieren (de.webartistik.ch, fr.webartistik.ch) oder über Unterordner (webartistik.ch/de, webartistik.ch/fr). Beides ist für SEO in Ordnung, Unterordner sind aber in der Praxis einfacher zu verwalten.
Hreflang-Tags korrekt einsetzen: Hreflang-Tags teilen Google mit, welche Sprachversion einer Seite für welche Nutzer gedacht ist. Falsch implementierte Hreflang-Tags sind eine der häufigsten Ursachen für Duplicate Content Probleme bei mehrsprachigen Websites. Was Duplicate Content ist und wie du es vermeidest, erkläre ich in diesem Artikel.
Übersetzungen durch echte Menschen: Maschinelle Übersetzungen wie Google Translate haben sich verbessert, reichen aber für professionelle Unternehmenstexte oft nicht aus. Besonders für Branchen mit spezifischem Fachjargon oder für Texte die Vertrauen aufbauen sollen, empfehle ich immer eine professionelle Übersetzung.
Konsistente Navigation: Die Navigation sollte in allen Sprachversionen identisch strukturiert sein. Nutzer die zwischen Sprachen wechseln, sollen sich sofort zurechtfinden.
Sprachumschalter gut platzieren: Ein klarer, gut sichtbarer Sprachumschalter (am besten oben rechts im Header) ist Standard und sollte nie fehlen.
Was kostet eine mehrsprachige Website?
Die Kosten hängen stark davon ab, wie viele Seiten übersetzt werden müssen und ob professionelle Übersetzungen oder maschinelle Hilfe eingesetzt werden.
Als Richtwerte:
Professionelle Übersetzung: 0.15 bis 0.25 CHF pro Wort, je nach Sprache und Fachgebiet. Eine durchschnittliche KMU-Website mit 3'000 bis 5'000 Wörtern kostet damit 450 bis 1'250 CHF pro Sprache, nur für die Übersetzung.
Technische Umsetzung: Je nach CMS und Komplexität kostet die technische Einrichtung einer mehrsprachigen Website zusätzlich. In Framer zum Beispiel ist Mehrsprachigkeit über Localization-Plugins möglich, was die Umsetzung vereinfacht.
Laufende Pflege: Jede Änderung auf der Hauptseite muss auf allen Sprachversionen nachgeführt werden. Das ist ein oft unterschätzter Aufwand, der langfristig Zeit und Geld kostet.
Was eine professionelle Website in der Schweiz insgesamt kostet, erkläre ich in diesem Artikel.
Englisch: Die inoffizielle fünfte Sprache
Ein Sonderfall in der Schweiz ist Englisch. In vielen Branchen (besonders in der Finanz-, Tech- und Beratungsbranche) ist Englisch die Arbeitssprache, auch zwischen Schweizern. Eine englische Website kann in diesen Fällen sinnvoller sein als eine Übersetzung auf Französisch oder Italienisch.
Wer international tätig ist oder Kunden aus dem Ausland anzieht, kommt an einer englischen Version kaum vorbei. Für rein lokale KMU ist Englisch hingegen selten nötig.
Zusammenfassend
Eine mehrsprachige Website ist kein Muss für jeden, aber in vielen Fällen ein klarer Wettbewerbsvorteil. Der entscheidende Faktor ist immer die Zielgruppe: Wer sie ist, wo sie lebt und in welcher Sprache sie sucht. Wer rein lokal tätig ist, spart sich den Aufwand. Wer national oder international agiert, sollte die Sprachen seiner Kunden sprechen, auch online.
Hast du Fragen zur Umsetzung einer mehrsprachigen Website? Schreib mir gerne über das Kontaktformular, ich helfe dir weiter.
Die Schweiz und ihre Sprachregionen
Die Schweiz ist sprachlich in vier Regionen aufgeteilt: Die Deutschschweiz macht mit rund 63 Prozent den grössten Anteil aus, gefolgt von der Romandie mit etwa 23 Prozent Französischsprachigen, dem Tessin mit rund 8 Prozent Italienischsprachigen und dem Rätoromanischen mit knapp 1 Prozent.
Das klingt nach einer klaren Begründung für eine mehrsprachige Website. Aber ob das für dein spezifisches Unternehmen sinnvoll ist, hängt von mehreren Faktoren ab. Vor allem davon, wen du mit deiner Website überhaupt erreichen willst.
Wann eine mehrsprachige Website Sinn macht
Eine mehrsprachige Website lohnt sich dann, wenn deine Zielgruppe tatsächlich in mehreren Sprachregionen liegt. Hier sind die konkreten Situationen, in denen ich eine Mehrsprachigkeit klar empfehlen würde:
Du bist national tätig: Wenn du Kunden in der ganzen Schweiz bedienst, also sowohl in der Deutschschweiz als auch in der Romandie oder im Tessin, dann ist eine mehrsprachige Website fast unumgänglich. Viele Westschweizer bevorzugen es, auf Französisch angesprochen zu werden, auch wenn sie Deutsch verstehen.
Du bist in einer Grenzregion aktiv: Unternehmen in der Nähe von Genf, Basel, Lugano oder anderen Grenzstädten haben oft Kunden aus dem benachbarten Ausland. Wer in Genf tätig ist, sollte seine Website mindestens auf Französisch haben, wer im Tessin aktiv ist, auf Italienisch.
Deine Produkte oder Dienstleistungen richten sich an internationale Kunden: Tourismus, Exporthandel, internationale Beratung. Wer über die Schweizer Grenzen hinaus tätig ist, sollte zumindest eine englische Version seiner Website anbieten.
Du willst aktiv in mehrere Sprachregionen expandieren: Wenn du heute hauptsächlich in der Deutschschweiz tätig bist, aber planst, in die Romandie zu expandieren, ist eine französische Website ein sinnvoller erster Schritt.
Wenn du eine neue Website planst, zeige ich dir hier, wie ich mehrsprachige Websites aufbaue.
Wann eine mehrsprachige Website unnötiger Aufwand ist
Genauso wichtig wie das Wann ist das Wann nicht. Viele KMU investieren Zeit und Geld in eine Übersetzung, die am Ende kaum jemand nutzt.
Du bist rein lokal tätig: Ein Coiffeur in Wohlen, eine Arztpraxis in Schaffhausen oder ein Handwerksbetrieb in Frauenfeld hat fast ausschliesslich lokale Kunden. Eine Übersetzung auf Französisch oder Englisch bringt hier kaum Mehrwert und kostet unnötig Ressourcen.
Deine Zielgruppe ist deutschsprachig: Wenn du B2B-Dienstleistungen für Unternehmen in der Deutschschweiz anbietest, ist eine zweisprachige Website meistens nicht nötig.
Du kannst die Übersetzungen nicht pflegen: Eine schlecht gepflegte, veraltete Übersetzung ist schlimmer als keine. Wenn du nicht sicherstellen kannst, dass Änderungen auf der deutschen Website auch auf der französischen oder englischen Version nachgeführt werden, ist eine Mehrsprachigkeit kontraproduktiv.
Du willst einfach "professionell wirken": Eine mehrsprachige Website macht nur dann einen professionellen Eindruck, wenn die Übersetzungen wirklich hochwertig sind. Maschinelle Übersetzungen oder schlechte Texte hinterlassen schnell einen negativen Eindruck.
Nicht sicher ob eine mehrsprachige Website für dich sinnvoll ist?
Schreib mir einfach über das Kontaktformular. Ich schaue mir deine Situation gerne an und gebe dir eine ehrliche Einschätzung.
Was du technisch beachten musst
Wenn du dich für eine mehrsprachige Website entscheidest, gibt es einige technische Punkte, die du von Anfang an richtig machen solltest:
Separate URLs pro Sprache: Google empfiehlt, für jede Sprachversion eine eigene URL zu verwenden. Das kann entweder über Subdomains funktionieren (de.webartistik.ch, fr.webartistik.ch) oder über Unterordner (webartistik.ch/de, webartistik.ch/fr). Beides ist für SEO in Ordnung, Unterordner sind aber in der Praxis einfacher zu verwalten.
Hreflang-Tags korrekt einsetzen: Hreflang-Tags teilen Google mit, welche Sprachversion einer Seite für welche Nutzer gedacht ist. Falsch implementierte Hreflang-Tags sind eine der häufigsten Ursachen für Duplicate Content Probleme bei mehrsprachigen Websites. Was Duplicate Content ist und wie du es vermeidest, erkläre ich in diesem Artikel.
Übersetzungen durch echte Menschen: Maschinelle Übersetzungen wie Google Translate haben sich verbessert, reichen aber für professionelle Unternehmenstexte oft nicht aus. Besonders für Branchen mit spezifischem Fachjargon oder für Texte die Vertrauen aufbauen sollen, empfehle ich immer eine professionelle Übersetzung.
Konsistente Navigation: Die Navigation sollte in allen Sprachversionen identisch strukturiert sein. Nutzer die zwischen Sprachen wechseln, sollen sich sofort zurechtfinden.
Sprachumschalter gut platzieren: Ein klarer, gut sichtbarer Sprachumschalter (am besten oben rechts im Header) ist Standard und sollte nie fehlen.
Was kostet eine mehrsprachige Website?
Die Kosten hängen stark davon ab, wie viele Seiten übersetzt werden müssen und ob professionelle Übersetzungen oder maschinelle Hilfe eingesetzt werden.
Als Richtwerte:
Professionelle Übersetzung: 0.15 bis 0.25 CHF pro Wort, je nach Sprache und Fachgebiet. Eine durchschnittliche KMU-Website mit 3'000 bis 5'000 Wörtern kostet damit 450 bis 1'250 CHF pro Sprache, nur für die Übersetzung.
Technische Umsetzung: Je nach CMS und Komplexität kostet die technische Einrichtung einer mehrsprachigen Website zusätzlich. In Framer zum Beispiel ist Mehrsprachigkeit über Localization-Plugins möglich, was die Umsetzung vereinfacht.
Laufende Pflege: Jede Änderung auf der Hauptseite muss auf allen Sprachversionen nachgeführt werden. Das ist ein oft unterschätzter Aufwand, der langfristig Zeit und Geld kostet.
Was eine professionelle Website in der Schweiz insgesamt kostet, erkläre ich in diesem Artikel.
Englisch: Die inoffizielle fünfte Sprache
Ein Sonderfall in der Schweiz ist Englisch. In vielen Branchen (besonders in der Finanz-, Tech- und Beratungsbranche) ist Englisch die Arbeitssprache, auch zwischen Schweizern. Eine englische Website kann in diesen Fällen sinnvoller sein als eine Übersetzung auf Französisch oder Italienisch.
Wer international tätig ist oder Kunden aus dem Ausland anzieht, kommt an einer englischen Version kaum vorbei. Für rein lokale KMU ist Englisch hingegen selten nötig.
Zusammenfassend
Eine mehrsprachige Website ist kein Muss für jeden, aber in vielen Fällen ein klarer Wettbewerbsvorteil. Der entscheidende Faktor ist immer die Zielgruppe: Wer sie ist, wo sie lebt und in welcher Sprache sie sucht. Wer rein lokal tätig ist, spart sich den Aufwand. Wer national oder international agiert, sollte die Sprachen seiner Kunden sprechen, auch online.
Hast du Fragen zur Umsetzung einer mehrsprachigen Website? Schreib mir gerne über das Kontaktformular, ich helfe dir weiter.


