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Persönlich

Was ich als junger Webdesigner anders machen würde: Meine ehrlichsten Fehler

Nicht jede Entscheidung die ich getroffen habe war die richtige. Einige Fehler hätte ich vermeiden können, andere waren nötig um dahin zu kommen wo ich heute bin. In diesem Artikel erzähle ich ehrlich was ich anders machen würde. Nicht als Warnung, sondern als Einblick für alle die einen ähnlichen Weg planen.

Lukas Früh, Inhaber Web Artistik

Inhaber Web Artistik

1. Ich habe mich auf die falsche Branche spezialisiert

Am Anfang hatte ich eine klare Idee: Websites für Restaurants. Lokale Gastronomie, viele Betriebe in der Region, grosser Bedarf. Klingt logisch.

War es aber nicht.

Restaurants sind aktuell eine der schwierigsten Branchen für Webdesign. Budgets sind klein, Prioritäten liegen woanders und viele glauben, ein Instagram-Profil reiche aus. Die Gespräche waren mühsam, die Abschlüsse selten und der Aufwand stand in keinem Verhältnis zum Ergebnis.

Was ich heute anders machen würde: Von Anfang an auf Branchen setzen die den Wert einer guten Website verstehen und das Budget dafür haben. Handwerksbetriebe, Praxen, B2B-Dienstleister, Immobilien. Nicht jede Branche ist gleich attraktiv, und das herauszufinden kostet Zeit die man sich sparen kann.

Wie alles angefangen hat, erzähle ich in diesem Artikel.

2. Telefonakquise war komplette Zeitverschwendung

Ich habe Dutzende von Anrufen gemacht. Vorbereitet, Gesprächsleitfäden geschrieben, Einwände geübt. Die meisten Gespräche endeten nach dreissig Sekunden und das kombiniert mit der falschen Zielgruppe war doppelt frustrierend.

Das Problem ist nicht die Telefonakquise an sich. Das Problem ist, dass niemand eine Webagentur sucht bis er eine braucht. Und wenn er eine braucht, sucht er bei Google, nicht weil ihn jemand angerufen hat.

Diese Zeit hätte ich von Anfang an in SEO, Blogartikel und lokale Sichtbarkeit investieren sollen. Das dauert länger, aber es baut etwas auf das bleibt. Telefonakquise baut nichts auf.

3. Ich habe Rabatte gewährt und um jeden Kunden gebettelt

Das ist vielleicht der Fehler der mich am meisten gekostet hat, nicht in Geld, sondern in Energie und Selbstbewusstsein.

Am Anfang war ich so froh über jeden Auftrag, dass ich bereit war Preise zu drücken, zusätzliche Leistungen gratis draufzugeben und Kunden nachzulaufen die eigentlich kein Interesse hatten. Das Ergebnis: Kunden die den Wert meiner Arbeit nicht schätzten, Projekte die mich ausgelaugt haben und ein Gefühl als würde ich um Erlaubnis bitten arbeiten zu dürfen.

Was ich heute weiss: Wer Rabatte gibt signalisiert, dass sein Preis nicht ernst gemeint war. Wer um Kunden bettelt, wirkt nicht wie jemand den man unbedingt haben will. Feste Preise, klare Leistungen und die Bereitschaft Nein zu sagen sind keine Arroganz, sie sind Professionalität.

Was ich über Kunden gelernt habe, erzähle ich in diesem Artikel.

4. Ich habe zu spät angefangen, Referenzen aktiv zu sammeln

Die ersten Projekte waren gut. Kunden waren zufrieden. Aber ich habe nie aktiv darum gebeten, dass sie das auch öffentlich sagen.

Keine Google-Bewertung, kein Testimonial auf der Website, keine LinkedIn-Empfehlung. Ich dachte, gute Arbeit spricht für sich. Das tut sie, aber nur wenn die Leute es auch sehen.

Heute bitte ich nach jedem Projektabschluss aktiv um eine Google-Bewertung. Direkt, mit einem Link, unkompliziert. Der Unterschied ist enorm. Wer das von Anfang an macht, baut in einem Jahr ein Bewertungsprofil auf das Vertrauen schafft, bevor der erste Anruf kommt.

Warum Google-Bewertungen so wichtig sind und wie du damit umgehst, erkläre ich hier.

5. Verträge waren zu locker gehandhabt

Am Anfang lief vieles auf Vertrauen. Mündliche Absprachen, kurze E-Mails, ein Handschlag. Das hat meistens gut funktioniert, aber nicht immer.

Einmal gab es Unklarheiten darüber was im Preis inbegriffen war. Einmal über die Anzahl Feedback-Runden. Einmal über den Zeitplan. Alles lösbar, aber jedes Mal mit unnötigem Stress der sich mit einem klaren Vertrag von Anfang an vermeiden liesse.

Heute habe ich einen klaren Prozess: Offerte, Auftragsbestätigung, definierte Leistungen und ein klarer Ablauf. Das schützt nicht nur mich, sondern auch den Kunden. Beide Seiten wissen genau was sie erwarten können.

6. Ich hätte früher einen Coach holen sollen

Das ist der Punkt den ich am längsten verdrängt habe. Warum für Hilfe zahlen wenn man es auch selbst herausfinden kann?

Weil es schneller geht. Weil jemand der denselben Weg schon gegangen ist, dir in einer Stunde zeigen kann was du sonst in sechs Monaten lernst. Weil ein guter Coach nicht nur Antworten gibt, sondern die richtigen Fragen stellt.

Ich habe vieles durch Ausprobieren gelernt, und das hat seinen Wert. Aber bei Kundengewinnung und Prozessen hätte ein Coach mir viel Energie und wahrscheinlich auch Geld gespart.

Und trotzdem: Die Fehler waren nötig

Ich könnte jetzt sagen: hätte ich das alles früher gewusst, wäre alles einfacher gewesen. Stimmt. Aber ich bin nicht sicher ob ich dieselben Schlüsse gezogen hätte ohne selbst durch diese Erfahrungen gegangen zu sein.

Fehler die man selbst macht, vergisst man nicht. Tipps die man liest, schon.

Was ich wirklich anders machen würde, ist nicht alles neu erfinden. Sondern früher Hilfe annehmen, schneller anpassen und weniger lange an Dingen festhalten die nicht funktionieren.

Das ist der eigentliche Unterschied zwischen Erfahrung und blossem Durchhalten.

Wenn du selbst gerade am Aufbauen bist und Fragen hast, schreib mir gerne über das Kontaktformular. Ich antworte, sobald ich kann.

1. Ich habe mich auf die falsche Branche spezialisiert

Am Anfang hatte ich eine klare Idee: Websites für Restaurants. Lokale Gastronomie, viele Betriebe in der Region, grosser Bedarf. Klingt logisch.

War es aber nicht.

Restaurants sind aktuell eine der schwierigsten Branchen für Webdesign. Budgets sind klein, Prioritäten liegen woanders und viele glauben, ein Instagram-Profil reiche aus. Die Gespräche waren mühsam, die Abschlüsse selten und der Aufwand stand in keinem Verhältnis zum Ergebnis.

Was ich heute anders machen würde: Von Anfang an auf Branchen setzen die den Wert einer guten Website verstehen und das Budget dafür haben. Handwerksbetriebe, Praxen, B2B-Dienstleister, Immobilien. Nicht jede Branche ist gleich attraktiv, und das herauszufinden kostet Zeit die man sich sparen kann.

Wie alles angefangen hat, erzähle ich in diesem Artikel.

2. Telefonakquise war komplette Zeitverschwendung

Ich habe Dutzende von Anrufen gemacht. Vorbereitet, Gesprächsleitfäden geschrieben, Einwände geübt. Die meisten Gespräche endeten nach dreissig Sekunden und das kombiniert mit der falschen Zielgruppe war doppelt frustrierend.

Das Problem ist nicht die Telefonakquise an sich. Das Problem ist, dass niemand eine Webagentur sucht bis er eine braucht. Und wenn er eine braucht, sucht er bei Google, nicht weil ihn jemand angerufen hat.

Diese Zeit hätte ich von Anfang an in SEO, Blogartikel und lokale Sichtbarkeit investieren sollen. Das dauert länger, aber es baut etwas auf das bleibt. Telefonakquise baut nichts auf.

3. Ich habe Rabatte gewährt und um jeden Kunden gebettelt

Das ist vielleicht der Fehler der mich am meisten gekostet hat, nicht in Geld, sondern in Energie und Selbstbewusstsein.

Am Anfang war ich so froh über jeden Auftrag, dass ich bereit war Preise zu drücken, zusätzliche Leistungen gratis draufzugeben und Kunden nachzulaufen die eigentlich kein Interesse hatten. Das Ergebnis: Kunden die den Wert meiner Arbeit nicht schätzten, Projekte die mich ausgelaugt haben und ein Gefühl als würde ich um Erlaubnis bitten arbeiten zu dürfen.

Was ich heute weiss: Wer Rabatte gibt signalisiert, dass sein Preis nicht ernst gemeint war. Wer um Kunden bettelt, wirkt nicht wie jemand den man unbedingt haben will. Feste Preise, klare Leistungen und die Bereitschaft Nein zu sagen sind keine Arroganz, sie sind Professionalität.

Was ich über Kunden gelernt habe, erzähle ich in diesem Artikel.

4. Ich habe zu spät angefangen, Referenzen aktiv zu sammeln

Die ersten Projekte waren gut. Kunden waren zufrieden. Aber ich habe nie aktiv darum gebeten, dass sie das auch öffentlich sagen.

Keine Google-Bewertung, kein Testimonial auf der Website, keine LinkedIn-Empfehlung. Ich dachte, gute Arbeit spricht für sich. Das tut sie, aber nur wenn die Leute es auch sehen.

Heute bitte ich nach jedem Projektabschluss aktiv um eine Google-Bewertung. Direkt, mit einem Link, unkompliziert. Der Unterschied ist enorm. Wer das von Anfang an macht, baut in einem Jahr ein Bewertungsprofil auf das Vertrauen schafft, bevor der erste Anruf kommt.

Warum Google-Bewertungen so wichtig sind und wie du damit umgehst, erkläre ich hier.

5. Verträge waren zu locker gehandhabt

Am Anfang lief vieles auf Vertrauen. Mündliche Absprachen, kurze E-Mails, ein Handschlag. Das hat meistens gut funktioniert, aber nicht immer.

Einmal gab es Unklarheiten darüber was im Preis inbegriffen war. Einmal über die Anzahl Feedback-Runden. Einmal über den Zeitplan. Alles lösbar, aber jedes Mal mit unnötigem Stress der sich mit einem klaren Vertrag von Anfang an vermeiden liesse.

Heute habe ich einen klaren Prozess: Offerte, Auftragsbestätigung, definierte Leistungen und ein klarer Ablauf. Das schützt nicht nur mich, sondern auch den Kunden. Beide Seiten wissen genau was sie erwarten können.

6. Ich hätte früher einen Coach holen sollen

Das ist der Punkt den ich am längsten verdrängt habe. Warum für Hilfe zahlen wenn man es auch selbst herausfinden kann?

Weil es schneller geht. Weil jemand der denselben Weg schon gegangen ist, dir in einer Stunde zeigen kann was du sonst in sechs Monaten lernst. Weil ein guter Coach nicht nur Antworten gibt, sondern die richtigen Fragen stellt.

Ich habe vieles durch Ausprobieren gelernt, und das hat seinen Wert. Aber bei Kundengewinnung und Prozessen hätte ein Coach mir viel Energie und wahrscheinlich auch Geld gespart.

Und trotzdem: Die Fehler waren nötig

Ich könnte jetzt sagen: hätte ich das alles früher gewusst, wäre alles einfacher gewesen. Stimmt. Aber ich bin nicht sicher ob ich dieselben Schlüsse gezogen hätte ohne selbst durch diese Erfahrungen gegangen zu sein.

Fehler die man selbst macht, vergisst man nicht. Tipps die man liest, schon.

Was ich wirklich anders machen würde, ist nicht alles neu erfinden. Sondern früher Hilfe annehmen, schneller anpassen und weniger lange an Dingen festhalten die nicht funktionieren.

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